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Eine Milliarde Menschen haben weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser - ein Großteil davon lebt in Afrika.
14 von 53 afrikanischen Staaten (z.B. Benin, Angola, Djibouti, Tschad, Malawi, Eritrea, Äthiopien, Niger) leiden an Wassermangel. Es wird befürchtet, dass sich diese Zahl auf 25 Staaten in den nächsten 25 Jahren erhöht.
Es besteht allerdings kein Zusammenhang zwischen den Niederschlagssummen (Wasserdargebot) und der Qualität der Wasserversorgung. Dagegen hängen Wasser- und Einkommensarmut stark zusammen.
Wasserarmut ist definiert als zu hohe Nachfrage bei zu wenig Angebot der lokalen Wasserversorgung. Wasserarmutsindex setzt sich aus den fünf Faktoren zusammen: Ressourcen, Zugang, Kapazität, Nutzung, Umwelteinflüsse.
In Westafrika sind weniger als 50% der Einwohner an die Wasserversorgung angeschlossen. Es gibt sehr unterschiedliche Zahlen: in Kapstadt sind es 95%, in Luanda nur 29%. 95% der Wasserversorgung liegen in der öffentlichen Hand, aber nur die 5% in privater Hand sind lukrativ.
Verstädterung verschärft die Problematik, da Wasser von immer weiter her geholt werden muss. Wassertragen ist traditionell Aufgabe von Frauen und Kindern. Jährlich werden so 40 Mrd. Stunden in Afrika verbracht, die z.B. für die Bildung fehlen. Wasserversorgung auf dem Land ist auch problematisch, weil Wasser Ware wird und plötzlich dafür bezahlt werden muss. Dies kann evtl. zur Spaltung der Dorfgemeinschaft führen.
Über die Hälfte aller Krankheiten in Afrika ist eine direkte oder indirekte Folge von Wassermangel.
Halbierung des Bevölkerungsanteils ohne gesicherte Wasserversorgung. Dies kann nur gelingen, wenn die jeweiligen Regierungen stark genug sind und Vertrauen der Bevölkerung genießen.
Problem der Wasserversorgung besteht nicht so sehr in der Menge der zur Verfügung stehenden Wasserressourcen, sondern vielmehr in der Organisation und im Management.
Afrika |
Deutschland |
|
Wasserdargebot pro Jahr - direkter Vergleich nicht möglich, da keine Vergleichszahlen vorliegen |
Niederschlagssituation: 20.700 Kubikkilometer |
180 Milliarden Kubikmeter (genutzt werden 38 Mrd.) aus Grundwasser, Flüssen und Seen. |
Anschlussrate an öffentliche Trinkwasserversorgung |
Im Schnitt ca. 58 % (Städte 80 %, ländliche Gebiete 47 %) |
99% |
Wasserverlust beim Transport |
Ca. 39 % |
7% |
Täglicher Wasserverbrauch |
Arme Bevölkerung 20 Liter, reiche Bevölkerung 600-800 Liter |
124 Liter (Durchschnitt aller Bundesbürger) |
Kosten pro 100 Liter |
Hängt vom Gebiet, der Entfernung zur nächsten Wasserquelle, der Stadt etc. ab. Sehr starke Unterschiede. Große Wassermengenabnehmer erhalten hohe Rabatte. |
Im Bundesschnitt 0,16 Euro (zuzüglich Abwassergebühren) |
Hauptproblematik |
Alle Einwohner mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. |
Abwasserreinigung |
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