Pfarrei St. Katharina Wicker

Eine-Welt-Kreis

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Projekte

Unsere Gewinne (Differenz aus Einkaufspreis und empfohlenen Verkaufspreis sowie Einnahmen aus Sonderaktionen wie z.B. Nikolausmarkt oder "Faires Frühstück") fließen zum großen Teil in wechselnde Projekte, für die wir uns engagieren.

Mobile Handwerksschulen für Jugendliche und Frauen in Bangladesch

Mit diesem Projekt wird versucht, die Menschen vor Ort auszubilden, da kaum Möglichkeiten für Mobilität vorhanden sind. Seit 2008 unterstützen wir dieses Projekt der in unserer Gemeinde Dienst tuenden Patres der Oblaten.

Hier nun einige Daten. In Bangladesch sind 24 % der Bevölkerung zwischen 15 und 30 Jahre alt. 37 % der Bevölkerung sind sogar jünger als 15 Jahre. Massenarbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung in Verbindung mit Landlosigkeit und hoher Analphabetenquote kennzeichnen die alltägliche Armut. Das formale Berufsbildungssystem im Land ist nicht fähig, die breite Masse der Bevölkerung aufzufangen.

Größtes und zugleich wichtigstes Problem ist das fehlende Angebot von beschäftigungs- und einkommenswirksamen Ausbildungsprogrammen für die Mehrheit der ländlichen Bevölkerung. (ländlicher Raum ca. 80 % der Bevölkerung)

Bei diesem Projekt wird versucht, das fehlende Angebot herzustellen. Ein gutes Berufsbildungsprojekt der Armutsbekämpfung muss vielen Kriterien genügen. Zwei sind besonders wichtig: Zugänglichkeit und Wirksamkeit. Für Misereor ist das Förderziel in der Berufsbildung klar definiert: Beschäftigung und Einkommen für benachteiligte Jugendliche und Frauen. Eine qualitativ hochwertige Berufsbildungseinrichtung, die nur von den wenigsten Betroffenen besucht werden kann, ist unwirksam.

Der mobile Ansatz befähigt in besonderer Weise, nachfrageorientiert Ausbildung anzubieten und dabei auch die lokal vorhandene Infrastruktur in der Lebensumgebung der Zielgruppe zu berücksichtigen und zu nutzen. Eine an Ausbildung interessierte Dorfbevölkerung meldet ihren Bedarf gegenüber Caritas an. Sie übernimmt als Voraussetzung bestimmte Eigenleistungen, indem sie etwa Räumlichkeiten für die Unterbringung der Lehrkräfte zur Verfügung stellt oder Stromanschluss organisiert. Die lokale Bevölkerung wird in die organisatorische Verant-wortung aktiv mit eingebunden.

Es wird besonderen Wert darauf gelegt, dass die Betroffenen die Möglichkeit haben, an dem Programm teilzunehmen, indem keine großen Wege zurück gelegt werden müssen und die erlernten Fähigkeiten alle alltags-tauglich sind und die Ausgebildeten eine Chance haben, ihren Lebensunterhalt für sich und ihre Familien selbst zu verdienen. Caritas vor Ort begleitet diese Maßnahmen und gewährleistet so die Wirksamkeit der Maßnahmen.

Seit dem Projektbeginn im Jahre 1992 wurden bis heute weit über 13.000 junge Männer und Frauen ausgebildet. Durchschnittlich 65 % von ihnen gehen einer einkommenswirksamen Tätigkeit nach.

Wasserleitungsprojekt Din-Zone (Kamerun)

Von 2003 bis 2008 unterstützten wir das Wasserleitungsprojekt in der Din-Zone in Kamerun. Die Dorfbewohner der Din-Zone müssen weite Wege (bis zu 2 Stunden) in Kauf nehmen um Trinkwasser von kleinen Quellen aus den Bergen zu holen. Vor allem in der Trockenzeit ist dies ein großes Problem. Das Wasser ist zudem oft verunreinigt. Teilweise in Eigenregie bauen die Dorfbewohner deshalb eine Wasserleitung. Die Einfassung natürlicher Wasserquellen und die Filterung von Flusswasser machen somit trinkbares Wasser an zahlreichen Zapfstellen in den Dörfern verfügbar. In erkennbarem Maß können so Erkrankungen durch verschmutztes Wasser vermieden und die Kindersterblichkeit gesenkt werden. Verschiedene Stämme, die vor Jahren noch miteinander in kriegerischer Auseinandersetzung standen, werden durch den Wasserleitungsbau vereinigt.

Anstoß für dieses neue Engagement war der einjährige Aufenthalt von Ephriam Bam und Makelia Ngi aus Kamerun im Rahmen eines Jugendaustausches des Bistums Limburg mit seinem Partnerbistum Kumbo. Ephriam Bam wohnte vom Sommer 2002 bis Sommer 2003 in Wicker und half unter anderem im Kindergarten und bei den KJG Gruppenstunden mit. Auch bei einigen Treffen und Aktionen der Eine-Welt-Gruppe war er mit dabei. Nach Ablauf unseres alten Projekts Lupang Pangako war daher sofort klar, Ephriams Anliegen zu unterstützen, eine Wasserversorgung für seine Heimatgemeinde Djottin und umliegende Dörfer in der Din-Zone aufzubauen.

Von August 2003 bis März 2006 sind aus Wicker insgesamt 4040,77 Euro in dieses Projekt geflossen. Auch die Eine-Welt-Gruppe hat ihren Beitrag hierzu geleistet. Die Gesamtkosten liegen nach einer Kalkulation aus dem Jahr 2003 bei 81.467,00 Euro. 24.437,00 Euro sind dabei Eigenleistungen der Dorfbewohner (teils Geld, teils Arbeitsleistungen), 57.028,00 Euro sind Fremdzuschüsse, wie die aus Wicker bereits aufgebrachten Spenden. Vor Ort wird an den unterschiedlichen Projektphasen so weit weiter gebaut, wie Mittel da sind.
Die Bevoelkerung von Din arbeitet am Auffangbecken

Dezember 2005:
Die Bewohner beginnen das Auffangbecken auszuschaufeln.

Fertigstellung des Tanks

März 2006:
Ein Tank ist fertiggestellt.

Der Eine-Welt-Kreis wird dieses Projekt weiterhin bis zur Fertigstellung mit Spenden unterstützen. Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich ausführlich auf den Internetseiten der Partnerschaft zwischen Limburg und Kumbo informieren.

Einzelspenden für das auch von Misereor unterstützte Projekt sind sehr willkommen! Die Spenden werden an das Bischofshaus in Kumbo und von dort an die Verantwortlichen in Din überwiesen.

Spendenkonto:
Bistum Limburg
Konto-Nr.: 37 000 10
Commerzbank Limburg
BLZ: 511 400 29
Verwendungszweck: Kst. 0931145100-DinWaterproject

Misereorprojekt "Lupang Pangako - Land der Verheißung"

Müllberg am Stadtrand von Manila

Von 2001 - 2003 haben wir das Projekt "Lupang Pangako - Land der Verheißung" von Misereor unterstützt. 45.000 Menschen leben am Fuße eines gigantischen Müllbergs am Stadtrand von Manila. Sie leben vom Müll, indem sie Papier, Glas, etc. sammeln und verkaufen. In einer Selbsthilfeaktion gründeten diese Menschen die "Payatas Scavengers Association" - Vereinigung der Lumpensammler. Rückrad ist ein Spar- und Kreditsystem. Die Menschen sparen jeden Tag Centbeträge und können dann einen Kredit in doppelter Höhe ihres ersparten Geldes aufnehmen (für eine familiäre Notsituation, Verbesserung der Wohnsituation, Aufbau eines Gewerbes).

Impressum/Kontakt:
St. Katharina Wicker, Pfarrhausstr. 15, 65439 Flörsheim-Wicker
Tel.: (06145) 6446, Fax.: (06145) 4461, E-mail: pfarramt@st-katharina-wicker.de
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